[DE-BSB] Cod.aethiop. 1
- Signatur
-
- Cod.aethiop. 1
- Einrichtung
- Link zu Katalog
- Link zur Teilhandschrift
-
- [DE-BSB] Cod.aethiop. 1#129ra - 144vb: Bittgebet
- [DE-BSB] Cod.aethiop. 1#145ra-180va: Mäṣḥafä säʿatat [= Auszug aus dem Buch der Stunden, d.h. Horologion]
- [DE-BSB] Cod.aethiop. 1#212vb - 223ra: Hymnus an Maria für die Wochentage
- [DE-BSB] Cod.aethiop. 1#224ra - 238vb: Gebete und Texte aus dem Neuen Testament für den Samstag und Sonntag
- [DE-BSB] Cod.aethiop. 1#6r-128v: Mäzmurä Dawit [= Psalmen Davids, d.h. das Psalterium mit den üblichen Beigaben]
- ↳ Titel wie in Handschrift
-
- Äthiopische theologische Sammelhandschrift
- ↳ Titelvarianten
-
- Mastabquʿe
- Maṣḥafa saʿātāt
- Thematik
- Region
- Inhalt
-
- Die Handschrift stammt aus der Sammlung Johann Jakob Fuggers (1516-75), die im Jahre
1571 von Herzog Albrecht V. (1528-79) für die 1558 gegründete Münchner Hofbibliothek
erworben wurde [vgl. Grönbold, Günter, Die orientalischen Handschriften der Bayerischen
Staatsbibliothek. In: Bibliotheksforum Bayern 9(München 1981) S. 70]
Wann und woher Johann Jakob Fugger die Handschrift gekauft hat, ist nicht bekannt. Die Bibliotheca Palatina besitzt ein äthiopisches Psalterium aus dem 16. Jh. (= Vat.Etiop. 27; vgl. auch GTVAT I 132-37). Diese Handschrift wird im Heidelberger Ausstellungskatalog als "die erste äthiopische Handschrift auf deutschem Boden" bezeichnet, weil der Franzose Guillaume Postel (1510-81), der in den Jahren 1549-1553 Reisen in den Orient unternommen hatte, die Handschrift im Jahre 1555 an den Kurfürsten Ottheinrich II. von der Pfalz verpfänden musste, wodurch sie in den Besitz der Heidelberger Bibliothek gelangte [vgl. Elmar Mittler (Hg.), Bibliotheca Palatina. Katalog zur Aussstellung vom 8. Juli bis 2. November 1986. Heiliggeistkirche Heidelberg (Heidelberg 1986) Textband: 92 und 96 (Nr. B 15.10) und Bildband: 60 (nr. B 15.10) sowie GTVat II 15f.]. Da wir nicht wissen, wann Fugger die Handschrift erworben hatte, ist nicht zu entscheiden, welcher der beiden Handschriften der Vortritt gebührt.
Für die zeitliche Einordnung der Entstehung der undatierten Handschrift ist diese Frage ohne Bedeutung. Aufgrund der Schrift und Verzierungen (Paragraphenzeichen) kann man sie in das 14./15. Jh (?) weisen.
Blatt 6r-128v, 189va-204vb, 206vb-212vb, 251va-258rb: Mäzmurä Dawit [= Psalmen Davids, d.h. das Psalterium mit den üblichen Beigaben]
Blatt 129 ra - 144 vb: Bittgebet
Blatt 144 vb: Gebet vor der Kommunion
Blatt 145 ra - 180 va: Mäṣḥafä säʿātāt
Blatt 181 ra - 186 ra: Bittgebet an Maria
Blatt 186 ra- 189 rb: Bittgebet an Jesus Christus
Blatt 204 vb - 206 vb: Lobpreis Marias für den Sonntag
Blatt 212 vb - 223 ra: Hymnus an Maria für die Wochentage
Blatt 223 ra - va: Bittgebet
Blatt 224 ra - 238 vb: Gebete und Texte aus dem Neuen Testament für den Samstag und Sonntag
Blatt 238 vb - 240 vb: Bittgebet und Mästäbqʷǝʿ
Blatt 241 r - 246 r: Verzeichnis der Heiligen- und (unbeweglichen) Kirchfeste
Blatt 246 v (oben) (10 Zeilen): Lobpreis Zions
Blatt 246 v (unten): Bittgebet
Blatt 247 ra - 251 va: Lobpreis für den Sonntag
Blatt 258 va, 259 r - 260 r: Aus dem Hohenlied, jeweils unten 3-4 Zeilen
Blatt: 259 ra - 262 v: Mästäbqʷǝʿ
Blatt 262 v: Gebet gegen Hagel
- Die Handschrift stammt aus der Sammlung Johann Jakob Fuggers (1516-75), die im Jahre
1571 von Herzog Albrecht V. (1528-79) für die 1558 gegründete Münchner Hofbibliothek
erworben wurde [vgl. Grönbold, Günter, Die orientalischen Handschriften der Bayerischen
Staatsbibliothek. In: Bibliotheksforum Bayern 9(München 1981) S. 70]
- Sprache
- Editionen/Literatur
-
- Beschrieben in: Aumer, Joseph. Verzeichniss der orientalischen Handschriften der K. Hof- und Staatsbibliothek in München, mit Ausschluss der hebraeischen, arabischen und persischen. München : in Kommission der Palm'schen Hofbuchhandlung, 1875. Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Regiae Monacensis ; Tomi 1 Pars 4
- Beschrieben in: Six, Veronika. Äthiopische Handschriften 2: die Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek / von Veronika Six, herausgegeben von Ernst Hammerschmidt. Stuttgart : Franz Steiner Verlag Wiesbaden GmbH, 1989. Verzeichnis der orientalischen Handschriften in Deutschland ; Band 20,5
- Externer Link
- Typ
- Formtyp
- Einband
-
- Holsdeckel mit gepunztem Leder mit Goldprägung
- Blattzahl
-
- 262
- Blattformat
-
- 20 x 13 x 8,5 cm,
- Zeilenzahl
-
- 26-35
- Abschrift
-
Jerusalem (GND: 4028586‑8)
- Provenienz
-
- Auf der Innenseite des Vorderdeckels befindet sich ein Exlibris der Bibliothek. Es ist ein Kupferstich von Raphael Sadeler (1560-1632), der im Auftrag von Kurfürst Maximilian I. (1623-51) dieses Exlibris gestaltete, das im Jahre 1630 verwendet wurde. Es hat die Inschrift: EX ELECTORALI BIBLIOTHECA SERENIS. VTRIVSQ; [e]BAVARIAE DUCUM.
- Vorbesitzer:in: Fugger, Johann Jakob (23.12.1516 - 14.07.1575)
- Einrichtung
- Signatur
-
- Cod.aethiop. 1
- Weitere Nummern
-
- alte Signatur: Cim. 37 a
- Anderer Nachweis: (DE-604)BV040217051
- Bearbeiter:in
-
- Import BSB MARC
- Bearbeitungsstatus
-
- fertig
- Statische URL
- https://www.qalamos.net/receive/DE12Book_manuscript_00005158
- MyCoRe ID
- DE12Book_manuscript_00005158 (XML-Ansicht)
- Export des Objektes
- Lizenz Metadaten
- CC0 1.0
- Anmerkungen zu diesem Datensatz senden
