- Link zum Digitalisat
- Signatur
-
- Yair Cohen, 768
- Titel
-
- Samaritanischer Pentateuch
- Verfasser
-
- nicht gegebennot given
- Einrichtung
- ↳ Titel wie in Handschrift
-
- תורה תמימה
- ↳ wie in Referenz
-
- Samaritanischer Pentateuch
- ↳ Titelvarianten
-
- Samaritan Pentateuch
- Samaritanische Tora
- Samaritan Torah
- תורה שומרונית
- Thematik
- Region
- Inhalt
-
- Original: Gen 4,7–Dtn 32,30 (רבבה) (fol. 5r–214r)
Ergänzung: Gen 1,1–4,6 (fol. 1v–4v); Dtn 32,30 (אם לא) – 34,12 (fol. 214v–216v)
- Original: Gen 4,7–Dtn 32,30 (רבבה) (fol. 5r–214r)
- Vollständigkeit
- Sprache
- Schrift
-
- Sonstige:r Akteur:in
- ↳ Name
- ↳ Anmerkung zur Person
-
- Rekonstrukteur und Schreiber und der rekonstruierten Teile der Handschrift
-
- Verfasser:in
- ↳ Ansetzungsform
-
- nicht gegeben
- Editionen/Literatur
-
- Yizhak Ben-Zvi, ספר השומרונים, Jerusalem: Yad Izhak Ben-Zvi, 21970, S. 285f., Nr. 19; Benyamim Tsedaka, »כתבי היד של ספרי תורה העתיקים בשכם«, in: A.B. – The Samaritan News 223 (15.11.1978), S. 4.
- Anmerkungen
-
- Die Handschrift wurde 1815 durch ʿAmram ban Šalma ban Ṭabya rekonstruiert.
Das Format der Handschrift und die Schrift des Texts sind sehr klein. Es ist noch eine Reihe weiterer samaritanischer Pentateuchhandschriften in diesem »Taschenformat« erhalten; die vorliegende ist das älteste der bekannten datierten Exemplare. Darüber hinaus bekannt sind die folgenden kleinen Kodizes, von denen die ersten vier zum Korpus der hier untersuchten samaritanischen Pentateuchhandschriften gehören und an anderer Stelle beschrieben werden:
– Ms. Paris, BnF, Sam. 15, datiert 770 H. ≈ 1368/69, aus vier verschiedenen Handschriften zusammengesetzt;
– Ms. Milano, Biblioteca Ambrosiana, S.P.II.248 (o. D.);
– Ms. Manchester, JRL, Samaritan 28 (Gaster 1133) (o. D.);
– Ms. London, Valmadonna Trust, 6a (= Sassoon 30) (o. D.);
– Ms. Oxford, BL, Marsh 15 (911 H. ≈ 1505/06);
– Ms. Manchester, JRL, Sam. 7, ist ein Konvolut von zwanzig verschiedenen Fragmenten kleiner Torahandschriften;
– Ms. Washington, Smithsonian Libraries, 1674 B (o. D.) (laut Katalog ein aramäischer Targum; s. http://collections.si.edu/search/results.htm?q=url:edanmdm:sirissil458089.)
Diese kleinen Handschriften wurden vermutlich dafür angefertigt, für ihren Besitzer leicht transportabel und jederzeit greifbar zu sein. In einem Brief an Hiob Ludolf vom 31. März 1690 berichtet Robert Huntington, daß ihm eine sehr kleine Handschrift von ihrem samaritanischen Besitzer überreicht wurde, der sie unter seinem Gewand um seinen Hals hängend getragen hatte; s. Huntington, Epistolæ, Brief XXXIII, S. 50. (Die erwähnte Handschrift ist Ms. Oxford, BL, Marsh 15.) Nach Tsedaka trugen Nasiräer kleine Kodizes an einem Band um den Hals, da sie fast den ganzen Tag in der Tora lasen und diese deshalb immer zur Hand haben wollten; s. Tsedaka, The Israelite Samaritan Version, S. 318, Anm. zu Num 6,2. Ob jedoch alle der erhaltenen »Taschenausgaben« speziell für einen Nasiräer angefertigt wurden, läßt sich nicht mit Bestimmtheit feststellen. Für sechs der genannten Kodizes sind die zugehörigen Paratexte bekannt: Fünf gehören zum untersuchten Korpus; für Ms. Oxford, BL, Marsh 15, hat Gall die Texte ediert (siehe Gall, HPS, S. XXVIIIf., gotisch 𝔄). Das Konvolut Ms. Manchester, JRL, Sam. 7, enthält Robertsons Katalog zufolge nur ein fragmentarisches Taschkil; s. Robertson, Catalogue, Bd. 1, Sp. 81–104. Zum aramäischen Targum Ms. Washington, Smithsonian Libraries, 1674 B, liegen keine detaillierten Informationen vor. Das vorliegende Ms. Nablus, Yair Cohen, 768, ist unter den Handschriften, zu denen hier eine Aussage gemacht werden kann, die einzige Handschrift, in der ein Bezug zum Nasiräat zu erkennen ist. Laut Schreibertaschkil wurde sie angefertigt auf den Namen »Ab'rām ban Abī Fēta bar Ab'rām des Nasiräers aus der Familie Yātāra«. Die syntaktische Stellung des Titels נזירה am Ende der Namenskette läßt zwei Deutungen zu – entweder war der Großvater des Auftraggebers Nasiräer oder der Auftraggeber selber. In letzterem Fall wäre die Handschrift möglicherweise angefertigt worden, um dem Besitzer während seines Nasiräats in der von Tsedaka beschriebenen Weise jederzeit zur Hand zu sein. Die Handschrift stammt jedoch aus dem 14. Jh. und wäre nach dieser Lesart ein Beleg dafür, daß auch nach dem 13. Jh. noch Nasiräatsgelübde abgelegt wurden; s. aber Tsedaka, The Israelite Samaritan Version, S. 318, Anm. zu Num 6,2. Da in keinem der anderen auswertbaren kleinen Kodizes ein Nasiräer erwähnt wird, scheint es gut möglich, daß solche Handschriften nicht ausschließlich von Nasiräern, sondern auch von anderen besonders observanten Samaritanern genutzt wurden, so wie auch der Samaritaner, der für Huntington seine um den Hals hängende Tora aus dem Gewand zog, vermutlich kein Nasiräer in der Zeit seines Gelübdes war. Als solcher hätte er von der Gemeinschaft abgesondert gelebt.
- Die Handschrift wurde 1815 durch ʿAmram ban Šalma ban Ṭabya rekonstruiert.
- Typ
- Formtyp
- Anzahl der Bände
-
- 1
- Einband
-
- samaritanische Bindung; mit grünem gewachstem (?) Stoff bezogene Pappdeckel; Aufbewahrung des Bandes in einem blauen, mit floralen Motiven bestickten Stoffumschlag, der mit zwei Laschen und Knöpfen zusammengehalten werden und an einer Kordel aufgehängt werden kann
- ↳ Material
- ↳ Farbe
- ↳ Zustand
-
- Die ersten und letzten Seiten der Pergamenthandschrift sind verloren und wurden bei der Rekonstruktion im Jahr 1815 durch Papierseiten ersetzt. Die obere äußere Ecke von fol. 5 ist abgerissen, die übrigen Blätter sind relativ gut erhalten. Stellenweise ist die Tinte verblichen oder abgerieben und wurde an einigen wenigen Stellen vom Rekonstrukteur nachgezogen. Auf fol. 191v wurden die ersten fünf Zeilen so überschrieben, auf anderen Seiten sind es einzelne Wörter, die nachgezogen wurden. Bei der Bearbeitung der Handschrift hat der Rekonstrukteur an einigen wenigen Stellen auch Randglossen eingefügt.
- Blattzahl
-
- 218 fol. (mindestens)
Die letzte auf dem Mikrofilm zu sehende Seite ist als fol. 217r numeriert; es folgen zwei (unnumerierte) Verso-Seiten. Ob weitere, eventuell leere, Seiten nicht fotografiert wurden, bleibt unklar.
- 218 fol. (mindestens)
- Blattformat
-
- ca. 11,9–12,3 cm x 15,3–15,7 cm
- Textspiegel
-
- ca. 8,3–8,5 cm x 10,2 cm
- Zeilenzahl
-
- 34–35
- Spaltenzahl
-
- 1
Zweispaltiges Layout poetischer Textpassagen: Ex 15,1–21 (fol. 57r–v); Num 21,17–20 (fol. 121v); Num 23,7–10; Num 23,18–24; Num 24,3–10; Num 24,15–25 (fol. 173v–175r); Dtn 31,30–32,43 (fol. 213v–214v) (In Dtn 32,30 אם לא beginnt der rekonstruierte Text.)
- 1
- Kustoden
- ↳ Duktus
- ↳ Tinte
- ↳ Ausführung
-
- samaritanische Majuskel
- Abschrift
-
768 H. ≈ 1366/67
-
- Schreiber:in
- ↳ Name
- ↳ Anmerkung zur Person
-
- Schreiber der Handschrift
-
- Auftraggeber:in
- ↳ Name
- ↳ Anmerkung zur Person
-
- Auftraggeber der Handschrift
- Link zu Manuskriptvermerken
-
- Yair Cohen, 768 / 01 Schreibertaschkil (Großes Schreibertašqil)
- Yair Cohen, 768 / 02 Ende Gen (Buchende)
- Yair Cohen, 768 / 03 Ende Ex (Buchende)
- Yair Cohen, 768 / 04 Ende Lev (Buchende)
- Yair Cohen, 768 / 05 Ende Num (Buchende)
- Yair Cohen, 768 / 06 Ende Dtn (Buchende)
- Yair Cohen, 768 / 07 Kolophon Rekonstruktion (Kolophon)
- Yair Cohen, 768 / 08 Kauf Gen (Verkäufereintrag)
- Yair Cohen, 768 / 09 Kauf Num (Verkäufereintrag)
- Anmerkungen zur Objektgeschichte
-
- Laut Tsedaka, »כתבי היד של ספרי תורה העתיקים בשכם«, S. 4, Nr. ג/1, war die Handschrift im Jahr 1978 im Besitz des damaligen Hohepriesters ʿAmram ban Yē'ṣāq. Derzeit ist sie Eigentum von Yair Cohen in Nablus/Kiryat Luza.
- Einrichtung
- Projekt
- Signatur
-
- Yair Cohen, 768
- Weitere Nummern
-
- Alte Katalognummer: Samaritan High Priest 7
- Anderer Nachweis: Filmnummer im IMHM: F 39556
- Bearbeiter:in
-
- burkhardt
- Bearbeitungsstatus
-
- Ersteingabe komplett
- Statische URL
- https://www.qalamos.net/receive/ILPRIVAT1Book_manuscript_00000004
- MyCoRe ID
- ILPRIVAT1Book_manuscript_00000004 (XML-Ansicht)
- Export des Objektes
- Lizenz Metadaten
- CC0 1.0
- Anmerkungen zu diesem Datensatz senden

